Lebenshilfe Eichsfeld e.V.

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Ökumenischer Dialog in der Sparkasse Duderstadt

„Alle gleich – alle verschieden. Wie halten wir es mit der Inklusion?“ unter diesem Motto hatte die Sparkasse Duderstadt zu einem ökumenischen Dialog eingeladen.

Foto: Jan Helge Schneemann

Die katholische und die evangelische Erwachsenenbildung hatten im Rahmen ihrer jährlichen Veranstaltungsreihe zu einer Podiumsdiskussion eingeladen, die zur Freude der Veranstalter sehr gut besucht war. Nach der Begrüßung durch den Sparkassenvorstand, Markus Teichert, übernahmen Sigrid Jacobi und Daniela Breckerbohm die Moderation des Abends. Vier Impulsbeiträge stimmten auf das Thema und die anschließende Publikumsdiskussion ein.

Martin Struck, Schulleiter der Pestalozzi-Schule Duderstadt, erläuterte die Entwicklung der Behindertenrechtskonvention (BRK) von 2006 bis heute und sprach anhand der Aspekte „Kinderrecht – Elternrecht – Menschenrecht“ die Auswirkungen im Hinblick auf die schulische Bildung an. Menschen mit Behinderung dürfen nach der BRK, die 2009 von der Bundesrepublik Deutschland als verbindliches Recht anerkannt wurde, nicht vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden.

Was die Lebenshilfe Eichsfeld unter „gelebter Inklusion“ versteht, wie sie diese praktiziert und welche Defizite sie dabei sieht, verdeutlichte anschließend deren Vorsitzender Manfred Thiele: Die Barrieren in den Köpfen zahlreicher Menschen zu beseitigen sei dabei ein ganz wichtiges Ziel, um die uneingeschränkte Teilhabe der Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft zu erreichen. Die Vision, einen „Inklusions-Campus Duderstadt“ zu schaffen, wurde mit ersten Ansätzen von Propst Bernd Galluschke aufgezeigt. Superintendent Volkmar Keil bezeichnete die Inklusion als konsequent, aber momentan auch als eine große Überforderung für die Betroffenen, wie Bildungseinrichtungen, Lehrer und Eltern. Zugleich sprach er sich für den Erhalt der Förderschulen aus.

In der rege geführten Diskussion stand die schulische Situation im Rahmen von Inklusion deutlich im Mittelpunkt. Vom enormen personellen und finanziellen Aufwand bis hin zum notwendigen Aufbau eines Netzwerkes statt der Umgestaltung jeder Schule für evtl. einen einzelnen Schüler gingen die zahlreichen Wortbeiträge.

Am Schluss der Veranstaltung sagte Sigrid Jacobi zu, die Fragen in den Kreistag einzubringen und im kommenden Jahr zu beantworten.